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Die Angelschule Münsterland startet ein Artenschutz-Projekt an der alten Klostergräfte Vinnenberg

| Felix Schwarte | Angelschule

Gestern konnte ich ein neues Projekt der Angelschule Münsterland beginnen: Zusammen mit Timo Schlie von der Nordhauser Mühle konnten wir einen Fischbesatz an der Gräfte des Kloster Vinnenberg durchführen.

Mit Unterstützung durch Dr. Möller vom Kloster Vinnenberg können wir dieses kleine, besondere Gewässer nun als Refugium für bedrohte Kleinfischarten nutzen.

Das Besondere an dem nur rund 2000m2 großen Gewässer ist die permanente Wasserführung. Das Kloster steht ähnlich der vielen Wasserschlösser und –Burgen im Münsterland auf Eichenpfählen, die nicht austrocknen dürfen. Somit wird Dank einer technisch ausgeklügelten Anlage mit Wasser aus dem naheliegenden Flüsschen Bever stets ein ausreichender Pegel gehalten.
Anders als viele andere Gewässer in einer ähnlichen Größenordnung (und einem auf diese Wasserfläche angepassten Fischbestand) wie Teiche und Tümpel, die in den zuletzt oft heißen und trockenen Sommer ausgetrocknet sind und damit auch ihren angepassten Fischbestand verloren haben, ist an diesem Ort ein lebenswertes Refugium stets sichergestellt.

Diese Besonderheit möchte ich nutzen, und daher erfolgte nun ein Erstbesatz mit der Karausche (Carassius Carassius), dem Bitterling (Rhodeus sericeus amarus) und der Schleie (Tinca Tinca), die den bestehenden Fischbestand ideal ergänzen und oft aus anderen Gewässern (aus genannten Gründen) bereits verschwunden sind.

Fische wie z.B. der Bitterling leben in einer Symbiose mit der Muschel, die Karausche leidet nicht nur unter dem Verlust Ihres Lebensraumes (kleiner Teiche und Tümpel) sondern wird auch von der invasiven Art des Giebels, auch Silberkarausche genannt, verdrängt.

Zukünftig will ich das Gewässer aber auch nutzen, um Junganglern die ersten Schritte ins Anglerleben, den richtigen Umgang mit der Natur und das Verhalten in der Umwelt zu zeigen. Damit bietet diese Wasserfläche eine ideale Ergänzung zu meinem Angelschulteich, der nur wenige hundert Meter weiter liegt.

Anders als viele andere Gewässer in einer ähnlichen Größenordnung (und einem auf diese Wasserfläche angepassten Fischbestand) wie Teiche und Tümpel, die in den zuletzt oft heißen und trockenen Sommer ausgetrocknet sind und damit auch ihren angepassten Fischbestand verloren haben, ist an diesem Ort ein lebenswertes Refugium stets sichergestellt.

 

Besonders bedanken möchte ich mich auch bei Timo Schlie von der Fischzucht Nordhauser Mühle, der den Erstbesatz für das Artenschutzprojekt lieferte und darüber hinaus eine erste fachliche Einschätzung zum weiteren Erhalt der Gräfte als Artenschutzgewässer einbrachte. Wichtige Tipps & Hinweise vom Fachmann für dieses Kleinstgewässer werden in Zukunft damit bei der fischereilichen Bewirtschaftung berücksichtig. Wer auch adäquaten Fischbesatz nicht nur mit Biotopfischen, eine fachliche Beratung oder generell eine Verbesserung der Qualität für sein Gewässer sucht, ist bei Timo Schlie in guten Händen. Seine Webseite: https://www.fischzucht-nordhausermuehle.de/

Zudem fand Dr. Möller vom Förderverein Kloster Vinnenberg (https://kloster-vinnenberg.de/) die Idee ebenso unterstützenswert und legte mit einem entsprechenden Pachtvertrag den Grundstein für dieses Projekt.

 

Wollen wir nun hoffen, dass sich die neuen Bewohner dieses besonderen Gewässers wohlfühlen, wachsen und gedeihen und damit auch ihrem Arterhalt dienen.

 

Wer Fragen zum Projekt hat oder Interesse an einem Angelseminar kann mich jederzeit gerne kontaktieren!

Felix Schwarte

 

Unter anderem viele kleine Karauschen fanden jetzt eine neue Heimat in der Klostergräfte

 

Historisch-sehenswerter Anlaufpunkt für Seminare, Übernachtungen und Besuche ist das Kloster Vinnenberg in Warendorf Milte https://kloster-vinnenberg.de/

 

Timo Schlie von der Nordhauser Mühle besetzt die kleinen Fische in die Klostergräfte / https://www.fischzucht-nordhausermuehle.de/