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Nordsee, Dänemark

Geschrieben von Felix Schwarte am .

Seeluft!

Nach viel zu langer Riff-Pause steuern wir wieder den Nordwestdänischen Hafen Thorsminde an, um mit der MS Muddi Dorsch, Seewolf und Leng entgegenzusteuern. Der Wetterbericht für den Donnerstag sieht gut aus, für die Nacht zu Freitag sehr windig, Freitag tagsüber soll es wieder etwas ruhiger werden.

Um kurz vor 0.00 Uhr angekommen, entert unsere Truppe den Kutter. Wir haben die Muddi komplett geschartert und verteilen uns schön gleichmäßig aufs Boot, auch unter Deck findet jeder sein Plätzchen in einer Koje.  Mario, Klaus und Thomas sind schon ein paar Stunden eher im Hafen eingetroffen und haben die Zeit genutzt, zusätzlich Köderheringe zu fangen – mit Erfolg, der große Eimer ist nach 2 Stunden Angeln randvoll!

Obwohl das Ablegen erst zu 2 Uhr geplant ist, starten wir direkt um das gute Wetter auszunutzen.

5.30 Uhr: der Erste Kaffee und ein frisch aufgebackenes Brötchen bringen den Kreislauf in Schwung. Leider hat sich die Wetterlage eher verschlechtert, auch wenn es noch ruhig ist.

Wir sind in einem Seegebiet, in dem wir hauptsächlich Tiefen um 35m befischen, abwechselnd an Wracks oder über Steingründen. Aufgrund einer möglichen Verschlechterung der Wetterlage kommen wir nicht so weit raus, dass wir realistische Chancen auf Seewolf, größere Lengs etc. haben.


Pilker und mit Naturködern bestückte Beifänger kommen zum Einsatz. Die Strömungsgeschwindigkeit des Kutters beträgt fast 5 Meilen, und so sind wir gezwungen, hauptsächlich 500g schwere Pilker oder Bleie einzusetzen. Die Crew gibt uns noch den Rat, den Köder möglichst dicht am Boden mit sehr kleinen Sprüngen zu führen, die Dorsche liegen wohl noch recht unaktiv am Grund herum.

Doch nachdem wir bei den ersten beiden Wracks fast nichts fangen, gibt es ab dem frühen Vormittag zufriedene Gesichter an Bord. Es ist dieses „Grinsen“, welches sich eigentlich nicht näher definieren lässt. Eine Zufriedenheit beim Angler die zeigt, dass der Fisch unter uns zu spüren ist, die die Gewissheit mit sich bringt, dass es auch in der nächsten und übernächsten Drift kräftig in der Rute zucken und zerren wird – es sei denn man ist unachtsam und lässt den Köder nur ein paar Sekunden zu lange schleifen!

Aber oft bleiben wir Angler nun Sieger am Wrack. Unser Skipper Ivan schätzt Wind, Strömung und Lage des Wracks goldrichtig ein und ein guter Dorsch nach dem anderen kommt nach oben!

Mit den gewichtigen Burschen  füllen sich schnell die ersten Kisten. Bei mir sind es schnell zehn, zwölf gute Dorsche, und es ist erst Mittag!



Meine beste und fängigste Montage ist ein eigentlich eher zu schwaches Vorfach (nur 0.60er Monofil…), das die aber teilweise recht heikel beißenden Dorsche oft im Doppelpack nach oben bringt. Das Vorfach ist aus der neuen „Sushi“-Range von IMAX, mit zwei Octopussen mit Glitter-Innenleben und sehr scharfen Haken bestückt und mit € 2,99 dazu noch super günstig. Unten beschwert habe ich es meistens mit einem hakenlosen 500g Rundstahlpilker, der es mir ermöglicht auch bei immer stärker werdender Dünung hart am Grund zu fischen  - genau da, wo heute die Dorsche stecken!


Doch auch rote Jigs als Beifänger (gibt es in hervorragender Qualität ebenfalls aus dem Imax Nordic Sortiment) bringen Fisch und große Gummifische statt des Pilkers die größeren Dorsche. Hätte ich übrigens auch gerne mit gefischt, doch schlummert mein gut gefüllter Pilker- & Gummifischeimer noch im heimischen Angelkeller (der Spott über den Gerätehändler hielt sich aber noch in Grenzen...).


Doch zum Mittagessen serviert bekommen wir nicht nur ein paar dänische „Poelser“, sondern auch die Info vom Käpt’n, dass er eine Sturmwarnung reinbekommen hat. Es bleibt uns also wirklich nur noch der heutige Tag, den kampfstarken Fischen hier in der Nordsee nachzustellen…!


Umso verbissener und konzentrierter wird nun gefischt. Die meisten angefahrenen Stellen bringen auch weiterhin Fisch. In erster Linie Dorsche zwischen 60 und 90cm, nur 2 Lengs und 1 Pollack sowie 1 Knurrhahn mischen sich unter die Kabeljaus.



Immer wieder ist die Freude groß über gute Fische, mehrere Kapitale haken sich auch direkt am Wrack wieder aus doch die Mehrzahl findet den Weg nach oben. Das Teamwork funktioniert gut an Bord. Gemeinsames Neumontieren einer abgerissenen Montage oder das Helfen beim wichtigen Gaffen, Fische ausnehmen und filetieren, Unmut gibt es nicht an Bord.


Bis kurz nach 18 Uhr können wir fischen. Der Wellengang ist immer stärker geworden, unser Hände sind kalt. Man merkt: Es braut sich auf dieser unberechenbaren See etwas zusammen!


Wir filetieren die kostbaren Dorsche mit großer Sorgfalt, einige nehmen die Fische auch nur aus, um den Fang gut gekühlt auf Trockeneis im Ganzen mit nach Hause zu nehmen und erst dort küchenfertig zu machen.
Eine zweite warme, stärkende Mahlzeit und ein kühles Bier oder auch eine Cola lassen noch die nötige „Bettschwere“ aufkommen, um die letzten Stunden kraftankend und schlafend in der Koje zu verbringen. Um 22 Uhr legen wir wieder im Fischereihafen von Thorsminde an. Geschafft, aber doch glücklich verabschieden wir uns von der sehr netten Crew und der „Muddi“ – wir sehen uns wieder!


Felix / S&W

http://www.abenteuer-meeresangeln.de


PS: Wir konnten mit 13 Anglern an Bord, darunter 6 Riffneulinge und 2 ½ Ausfälle im Tagesverlauf wg. Seekrankheit rund 210 Fische fangen mit einem Schnittgewicht von etwa 3kg. Wären wir noch weiter rausgekommen und hätten volle zwei Tage gehabt…

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